Reersø

Die Kulturperle Reersø ist unbedingt einen Besuch wert wegen des schmucken alten Ortsteils mit strohgedeckten Höfen, einer abwechslungsreichen Natur, eines schönen Sandstrandes im Norden, eines reizvollen Yachthafens, von Natur aus schwanzlosen Katzen und einer interessanten Geschichte.

Reersø bestand ursprünglich aus 5 Inseln, die nach der Eiszeit zunächst zu einer ca. 500 ha großen Insel und späterhin mit Seeland zusammenwuchsen. Die Insel ist seit der frühen Steinzeit bewohnt. Sie war in königlichem Besitz und gehörte zu Schloss Kalundborg, später zu Antvorskov und zuletzt zum Gut Helsinge. 1801 kauften sich die 16 Höfe der Insel nach der Aufhebung der Gutsuntertänigkeit 1788 frei.

Reersøs Geschichte

Noch heute liegen die meisten Höfe im Dorf, denn auf Reersø wurde niemals eine Verkoppelung durchgeführt. Nördlich der Kirche steht an der Straße ein Gedenkstein zur Erinnerung an den Übergang der Höfe ins Eigentum der Bauern. Ein Spaziergang durch den alten Ortsteil mit den schmucken alten strohgedeckten Höfen vermittelt einen Eindruck, wie das Dorf um 1800 aussah. Die Sage berichtet, dass Königin Margrethe I. die Bauern vom Zehnten befreite und ihnen außerdem ein Stück Land auf Ornum schenkte - zum Dank für die Gastfreundschaft, nachdem sie mit ihrem Schiff vor der Küste auf der Insel gestrandet war. Diese Privilegien wurden von den späteren Königen bestätigt.

Die Reersø-Katze

Etwas ganz Besonderes sind die schwanzlosen Katzen auf Reersø. Sie kamen vor etwa 120 Jahren auf die Insel, als ein Bauer eine Katze von einem englischen Seemann kaufte. Schwanzlose Katzen sind nur an wenigen Orten in Europa bekannt.

Die Kirche von Reersø

Die Kirche wurde 1903-04 erbaut und liegt an der Stelle, wo der Krug von Reersø früher seinen Reisestall hatte. Die Kirche mit dem eigenartigen hölzernen Turm liegt am höchsten Punkt des Ortes mit Blick über Vejlen. Bis 1904 gingen die Einwohner in Helsinge zur Kirche.

Museum Reersø

Das Museum ist in einer alten Häuslerstelle (ohne Grundbesitz) eingerichtet und vermittelt einen Eindruck, wie die Landarbeiter um 1800 lebten. Die Idee stammt vom Schriftsteller Thorkild Gravlund. Das Museum wird nach dem letzten Bewohner Anders Sørensen Borneby als "Andræjs Hus" bezeichnet.

Hafen Reersø

Ebenfalls auf eine Idee Gravlunds in Zusammenarbeit mit den Fischern geht die Anlage eines Fischereihafens zwischen Kalundborg und Korsør zurück, damit die Fischer nicht mehr vom Strand aus zu fischen brauchten. Der Hafen Reersø wird heute hauptsächlich von Sportseglern und Freizeitfischern benutzt.. Im Sommerhalbjahr ist am Hafen ein Imbiss und Fischladen mit eigener Räucherei geöffnet.

Natur und Fischerei

Die Natur wechselt von den flachen Feuchtgebieten im Osten Skiften, Flasken und Vejlen mit Stelzvögeln, Enten und einer interessanten Flora zu Steinstrand mit hohen Steilküsten im Westen. Im Norden liegt eine kleine Bucht mit einem vorzüglichen Badestrand mit weißem Sand. Entlang dem größten Teil der Nordküste liegen Ferienhäuser. Die West- und Südseite der Insel eignet sich hervorragend zum Angeln. Den besten Eindruck der Natur erhält man auf einem Spaziergang um die Insel herum - eine ca. 9 km lange Strecke auf Trampelpfaden, Schotterwegen und Asphaltstraßen.

Die Insel Musholm liegt etwa 5 km südwestlich von Reersø. Sie ist überwiegend grasbewachsen und ein beliebter Aufenthaltsort für Möwen und Enten. In der Nähe der Insel treibt Musholm Lax eine Lachsaufzucht im Hafen.

Die Künstler von Reersø

Wegen seiner eigenartigen, abwechslungsreichen Natur, dem ganz besonderen Licht und der speziellen Atmosphäre ist Reersø ein beliebter Ort für Künstler. Am ersten Wochenende im August halten Künstler und Geschäftsleute auf der Insel einen Tag der offenen Tür mit vielen interessanten Erlebnissen.

©Storstrøms Amt
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