Das Gehöft Grødaland bygdetun

<p>Das Gehöft Grødaland bygdetun liegt direkt am Weg Kongeveien mit Aussicht über das Meer. Es wurde 1952 vom Rogaland Folkemuseum übernommen und kam 1983 zum Dorfmuseum von Hå. Seit 2002 ist das Gehöft ein Teil des Regionalmuseums Jærmuseet.

Zwei Höfe
Die Museumsanlage besteht aus zwei alten Bauernhöfen, Gamletunet und Toretunet, jeder mit einem Jærhus als Wohnhaus und einer Scheune. Außerdem gehört noch ein kleinerer Stall dazu. Der Hof Toregården war bis 1960 in Betrieb. Zu Beginn der 80er wurden beide Wohnhäuser gründlich restauriert und 1983 wieder zugänglich gemacht.

Grødaland ist immer ein Bauernhof gewesen. Und meistens war der Besitzer auch derjenige, der das Gehöft bewirtschaftet hatte. Seit alters her waren die Höfe in Seenähe auf Jæren die reichsten und die Bauern verstärkten ihre Verbundenheit durch Heirat untereinander. Der Name Grødaland kommt von "Grjot", was Granit bedeutet oder auch eine Mischung aus Kies und Stein, was heißen sollte, dass die Erde auf dem Hof ziemlich stark mit Steinen durchsetzt war.

Gamletunet
Gamletunet ist der älteste Hof auf Grødaland. Hier steht ein großes Jærenhaus, genannt Gamlehuset. Der älteste Teil, die Kammer stammt von 1715. Danach wurde das Haus mehrmals an- und umgebaut. Man sieht an verschiedenen Stellen, dass vor Grødaland gestrandetes Schiffsholz beim Bau verwendet wurde. 1791 stand das Haupthaus, so wie man es heute sieht. Von der Seite sieht man deutlich, dass das Dach hinten tiefer herunter reicht als vorne, was typisch war für alte Jærenhäuser. Das Dach ist gedeckt mit einfach gewellten, unglasierten Ziegeln. Ansonsten ist das Haus mit verschiedenen Arten von Holzpanelen und Futter verkleidet. Auch die Fenster sind ganz unterschiedlich. Sogar ein Schiffsfenster ist dabei und wahrscheinlich ein Kirchenfenster. Drinnen sind die Räume so angelegt, wie es zu der Zeit üblich war: mit Stube und Schlafraum rechts und links der Küche und einer Diele davor. Die Räume sind so eingerichtet, wie man glaubt, dass es die Jærenhäuser Mitte des 19. Jahrhunderts waren. Bewohnt war das Haus bis zum Zweiten Weltkrieg.

Toretunet
Das Wohnhaus auf dem Hof Toretunet wurde Torehuset genannt. Es wurde 1830 erbaut, als Ingeborg Jensdotter und Tore Toresson geheiratet hatten. Damals wurde Grødaland zwischen Ingeborg und ihrem Bruder geteilt. Man weiß nicht, woher das Baumaterial für das Torehuset kam, aber ein Teil ist Schiffsmaterial. Torehuset war ursprünglich etwas kleiner als heute. Torestuen kam später als Altenteil mit eigenen Eingang hinzu. Auf dem Dachboden über der Torestuen lag eine Werkstatt. Am Anfang hatte die Küche eine offene Feuerstelle, heute stehen ein Holzofen und ein Elektroherd Seite an Seite. Es gibt auch einen Brunnen in der Küche wie im Gamlehuset, der ist aber abgedeckt. Bis in die 50er Jahre hinein war das Haus bewohnt. Jetzt ist es so engerichtet, wie man es für die Mitte des 19. Jahrhunderts vermutet.

Wenn man die beiden Häuser vergleicht, sieht man, dass sie sich über die Jahre verändert haben. Die Räume sind in ihren Funktionen gleich, aber ein Haus ist in seiner Einrichtung "bürgerlicher" geworden, mehr Blumen und Gardinen in den Fenstern und Teppiche auf dem Boden.

Die Scheunen
Die älteste Scheune war bei einem Sturm zerstört und vom Rogalands Folkmuseum wieder aufgebaut worden, als es das Gehöft übernahm. Die älteste Scheune hat keine Brückenauffahrt wie die Scheune von Torehuset. In der Balkenkonstruktion der Scheune sieht man, dass sehr viel Material von Schiffen kommt: Masten, Rahen und Decksbalken sind verwendet worden.


 

Photo:Sikke Viste ©Rogaland fylkeskommune
Photo:Sikke Viste ©Rogaland fylkeskommune
Photo:Sikke Viste ©Rogaland fylkeskommune
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